Bedeutung
Zeit messen oder Zeit erleben
Die Redewendung stellt zwei Sichtweisen gegenüber: Auf der einen Seite steht die Uhr als Symbol für genaue Vorgaben, Termine und einen in Einheiten eingeteilten Tagesablauf. Auf der anderen Seite steht die Zeit als etwas, das sich am natürlichen Rhythmus und an der jeweiligen Situation orientiert.
Gemeint ist häufig eine selbstbewusste Antwort auf den Versuch, Abläufe bis auf die Minute zu bestimmen. Der Ausdruck kann dabei humorvoll, gelassen oder auch kritisch wirken. Er betont, dass nicht jeder Vorgang beliebig beschleunigt werden kann.
Im übertragenen Sinn erinnert die Wendung daran, dass Zeit nicht nur abgelesen, sondern auch wahrgenommen wird. Je nach Zusammenhang kann sie für Ruhe, Eigenständigkeit oder einen bewussten Abstand zu starren Zeitplänen stehen.